Cordula von Heymann

Cordula von Heymann

Offenes Atelier (Torgauer Straße 78 )

(*26.05.55, Freiburg)

Die Kopistin oder auch Cordula von Heymann ist freiberufliche Künstlerin in verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst und verbindet in ihrem Schaffen Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Textilkunst. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen, persönlichen Erfahrungen und kulturellen Prägungen und greifen dabei unterschiedliche Themenfelder und Ausdrucksformen auf.

Für die StattGalerie präsentiert sie textile Arbeiten mit einem feministischen Denkansatz. Im Zentrum steht die fortlaufende Werkreihe „82 Herrentaschentücher und ein Damentaschentuch“. In sorgfältiger Stickarbeit werden auf historischen Taschentüchern frauenverachtende und sexistische Sprüche sichtbar gemacht und aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst. Durch die textile Umsetzung entsteht eine spannende Spannung zwischen scheinbarer Häuslichkeit, traditioneller Handarbeit und kritischer gesellschaftlicher Reflexion.

Jedes Taschentuch erhält einen eigenen Rahmen mit Schattenfuge und wird so zum eigenständigen Objekt. Die Werkreihe macht sichtbar, wie tief diskriminierende Aussagen und Rollenbilder in Sprache und Alltag verankert sind, und lädt dazu ein, diese kritisch zu hinterfragen.